Bahn in Betrieb

Viel Stoff für Rekorde

Die grösste Schweizerfahne der Welt wird jedes Jahr am 1. August an der Säntiswand ausgerollt. Die Idee zu dieser 80 auf 80 Meter grossen Nationalfeier-Deko ist aus dem dramaturgischen Stoff eines misslungenen Guinness-Weltrekords genäht worden, an dem Israel mitbeteiligt war.

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Sie und Tausende von anderen Säntis-Fans können mit der Spende eines Fahnenfeldes die Verbundenheit zum höchsten Berg der Bodenseeregion zeigen und von zahlreichen Vorteilen profitieren. Übrigens können Sie die Patenschaft auch jemandem schenken und so sicher eine grosse Freude bereiten.

Jetzt Patin oder Pate werden

6400 Quadratmeter Stoff mit einem Gewicht von über 700 Kilo: Die Zahlen zur grössten Schweizerfahne der Welt sind beeindruckend. Seit 2015 wird sie, sofern es das Wetter zulässt, am 1. August als weitsichtbares ­Zeichen an der Säntiswand ausgebreitet. Am 1. August 2009 hat sich der Ostschweizer Hausberg erstmals in patriotischem Rot-Weiss präsentiert. Damals war die Fahne noch grösser – 120 auf 120 Meter – und wurde sprichwörtlich in der Luft zerrissen.

14’400 Quadratmeter fürs Guinness-Buch
Das erste Kapitel zur Fahnengeschichte begann 2008 die Firma Heimgartner Fahnen AG in Wil zu schreiben. Das St.Galler Unternehmen feierte damals sein 60-jähriges Firmenbestehen. Anlässlich dieses ­Jubiläums beschloss die Geschäftsleitung, mit der weltgrössten Fahne ins «Guinness-Buch der Rekorde» einzugehen. In der Folge wurde eine Schweizerfahne mit einer Gesamtfläche von 14’400 Quadratmetern produziert.

Israel war schneller
Als man im Januar 2008 die Rekordfahne bei ­Guinness World Records anmelden wollte, musste die Heimgartner Fahnen AG erfahren, dass zwei Wochen zuvor eine israelische Fahne mit 72’600 Quadrat­metern ins Guinness-Buch eingetragen wurde. Die Ernüchterung war gross und die weltgrösste Schweizerfahne wurde vorerst in einem Container verstaut.

«Aus den Erfahrungen der Vergangenheit hatten die Verantwortlichen ihre Lehren gezogen: Die Fahne musste kleiner werden und der Stoff leichter sowie strapazierfähiger.»

 

Kurze Freude
Verschiedene Verwendungszwecke wurden geprüft, aber immer wieder verworfen – bis 2009. Damals beschlossen Bruno Vattioni, ehemaliger Geschäftsführer der Säntis-Schwebebahn, und Heinz Höhener von der Heimgartner Fahnen AG, gemeinsam die Fahne aus der Versenkung zu holen und damit die Säntiswand zu schmücken. Eine Gruppe Höhenarbeiter entrollte schliesslich am 31. Juli 2009 die 120 mal 120 Meter grosse Schweizerfahne, die am 1. August bei wunderschönem Wetter bis über den Bodensee hinaus sichtbar war. Die Freude währte aber nur kurz: Beim Eindunkeln kam Wind auf, der schliesslich die Fahne zerriss.

Die aktuelle Fahne
Nach sechs Jahren Pause griff die Säntis-Schwebebahn das Projekt wieder auf: Zum 80. Geburtstag der Schwebebahn, der am 31. Juli 2015 gefeiert wurde, ­sollte wieder eine überdimensionale Schweizer Fahne den Säntis schmücken. Aus den Erfahrungen der Vergangenheit hatten die Verantwortlichen ihre Lehren gezogen: Die Fahne musste kleiner werden und der Stoff leichter sowie strapazierfähiger. Neu verwendete man Polyamidstoff, der auch als sogenannter Kappenstoff bei Heissluftballonen dient. In Anlehnung an das Schwebebahn-Jubiläum wurden als neue Masse 80 mal 80 Meter gewählt. Zudem wurde die Verankerung und Befestigung der Fahne am Felsen verbessert. Die Basisfinanzierung des teuren Vorhabens erfolgte durch Patinnen und ­Paten, die für 99 Franken symbolisch einen Quadratmeter kaufen konnten. Auch heute noch ist es möglich, Patin oder Pate zu werden. Als «Fahnengötti» ­amtet der Hackbrettspieler Nicolas Senn. Pünktlich zum Jubiläum am 31. Juli 2015 war die Fahne fertig ­genäht und fünfzehn Höhenarbeiter entrollten sie erstmals im Beisein vieler Patinnen und Paten. Seither prangt die Fahne 2.0 jedes Jahr um den Geburtstag der Schwe­bebahn am 31. Juli über den 1. August an der Säntiswand, vorausgesetzt die Wetterprognosen lassen die Montage zu.

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