Bahn in Betrieb Bergfahrten: 08.30 – 16.30 / Talfahrten: 08.30 – 17.00
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Produktion der Tragseile für Projekt Säntis 2026 bei Fatzer AG

Stahlseilproduktion für «Säntis 2026»

Getragen von Schweizer Präzision

Kraftvoll schaffen sie die Verbindung zwischen der Schwägalp und dem Säntis mit einem Gesamtgewicht von 245 t: die neuen Trag- und Zugseile der Säntis-Schwebebahn.

Herzstück einer Pendelbahn

Im Projekt «Säntis 2026» schreiten die Arbeiten weiter voran. Ziel ist es, im Spätherbst 2026 den Bahnbetrieb mit der neuen Schwebebahn aufzunehmen.

Ein zentraler Meilenstein auf diesem Weg ist die Produktion der neuen Trag- und Zugseile für die Säntis-Schwebebahn. Gefertigt werden sie bei der Fatzer AG in Romanshorn, dem Weltmarktführer für Hochleistungsstahlseile. Die Stahlseilproduktion ist bereits abgeschlossen, damit die Seile in den kommenden Bauphasen integriert werden können.

Neue Dimensionen des Zugseiles

Das neue 4’900 m lange Zugseil ist ein kompaktiertes Litzenseil, wobei die beiden Seilenden mit einem Spleiss zu einer Endlos-Schleife verbunden werden. Die Laufwerke der Kabinen werden zukünftig mit einer Klemme direkt am Zugseil befestigt. Künftig befördert somit ein einziges umlaufendes Stahlseil die Kabinen.

Durch die Reduktion von bisher einem Zug- und einem Gegenseil auf eine gespleisste Seilschlaufe entfallen die Endbefestigungen als Verbindungselemente. Damit die Belastung durch die Klemmen nicht dauernd auf die gleichen Stellen am Seil einwirken, müssen die Fahrzeuge periodisch auf dem Zugseil versetzt werden.

Produktion der Tragseile für Projekt Säntis 2026 bei Fatzer AG
Produktion der Tragseile für Projekt Säntis 2026 bei Fatzer AG

Tragseile mit integrierten Lichtwellenleiter

Die Tragseile übernehmen nicht nur die Aufgabe der Lastaufhängung, sondern ermöglichen durch die Integration von 48 Glasfasern im Kern des Seiles die Datenkommunikation zwischen Berg und Tal.

Gesamthaft dauerte die Seilfertigung bei Fatzer AG für die neuen Zug- und Tragseile über 500 Stunden.

In der Bergstation werden die Tragseile auf einem Betonpoller fixiert. Da die Seile alle 12 Jahre verschoben werden müssen, ist in diesem Bereich ein Seilhaspel angebracht, welcher die nötige Seilreserve für die ganze Lebensdauer aufnimmt. Die Glasfasern werden über eine Spleissmuffe mit einem handelsüblichen Kabel verbunden und der Gebäudeinstallation zugeführt.

Pro Fahrbahn wirken dabei 2’518 kN (ca. 250 t) Seilkraft auf die Gebäudestruktur ein. Diese gegenüber der jetzigen Anlage verdoppelten Zugkräfte werden durch entsprechende Verankerungen vom Gebäude in die Felsstruktur eingeleitet.

Nachdem die Seile auf dem Berg befestigt worden sind, werden diese auf die Stütze aufgelegt und im Tal auf die richtige Lage gespannt. Im Gegensatz zur 1974er Bahn werden die Tragseile im Tal ebenfalls fix auf einem Poller gewickelt und nicht mehr mit Hilfe von Tragseilgewichten abgespannt.

Spektakulärer Seiltransport zur Schwägalp

Im Frühling werden die Stahlseile zur Schwägalp transportiert. 1935 gelangte das Material mittels Lastwagen über die damals einzige Alpstrasse via Riglen – Siebenhütten auf die Schwägalp. Ein Transport von Herisau zur Schwägalp, welcher insgesamt 43 Tage beanspruchte. Die vier Tragseile waren 2’300 m lang und wogen schon damals je 35 t.

Als Vorbereitung für den Seilzug der neuen Bahn werden die bestehenden Seile demontiert, abgelegt und gesichert. Die neuen Seile werden mit Hilfe von zwei alten Seilen, die provisorisch verbunden werden, auf den Berg gezogen. Die dafür notwendigen Zug- und Bremsmaschinen werden aus logistischen Gründen im Tal aufgestellt.

 

«Niklaus Zwingli aus Ennetbühl wurde in den Dreissigerjahren von Kameraden über die Säntiswand abgeseilt und hat so die erste Seilverbindung zwischen Berg und Tal hergestellt. An diesem dünnen Drahtseil wurden weitere, immer grössere Seile nachgezogen.» 

Neuigkeiten zum Bauprojekt direkt auf WhatsApp

Alle Updates zum Projekt «Säntis 2026» bekommen Sie bequem auf das Telefon in unserem WhatsApp-Kanal «Säntis – der Berg».

Seiltransport auf die Schwägalp 1933

Seilbahntechnik im Vergleich

Technik

Heute

Neue Bahn «Säntis 2026»

Max. Fahrgeschwindigkeit

8m/s

8m/s

Ø Tragseile

47.5 mm

60 mm

Ø Zugseile

34/37.5 mm

42mm

Länge Tragseile

4x 2’500 m

4 x 2’500 m

Länge Zugseil

2x 2’450 m

4’900 m

Max. Seilkraft pro Fahrbahn Tal/Berg

975 / 1281 kN

2’024 / 2’518 kN

Lichtwellenreiter: Anzahl Fasern/Tragseil

48

Anzahl Zugseilträger

12

22

Gewicht Tragseile

4x 30 t

4x 53 t

Gewicht Zugseil

2x 10 t

1x 33 t

Modell Tragseil

Vollverschlossenes Seil

Vollverschlossenes Seil VV2

Modell Zugseil

Standardlitzenseil

kompaktiertes Litzenseil COMPACTA

Technik

Max. Fahrgeschwindigkeit

Heute

8m/s

Neue Bahn «Säntis 2026»

8m/s

Ø Tragseile

Heute

47.5 mm

Neue Bahn «Säntis 2026»

60 mm

Ø Zugseile

Heute

34/37.5 mm

Neue Bahn «Säntis 2026»

42mm

Länge Tragseile

Heute

4x 2’500 m

Neue Bahn «Säntis 2026»

4 x 2’500 m

Länge Zugseil

Heute

2x 2’450 m

Neue Bahn «Säntis 2026»

4’900 m

Max. Seilkraft pro Fahrbahn Tal/Berg

Heute

975 / 1281 kN

Neue Bahn «Säntis 2026»

2’024 / 2’518 kN

Lichtwellenreiter: Anzahl Fasern/Tragseil

Heute

Neue Bahn «Säntis 2026»

48

Anzahl Zugseilträger

Heute

12

Neue Bahn «Säntis 2026»

22

Gewicht Tragseile

Heute

4x 30 t

Neue Bahn «Säntis 2026»

4x 53 t

Gewicht Zugseil

Heute

2x 10 t

Neue Bahn «Säntis 2026»

1x 33 t

Modell Tragseil

Heute

Vollverschlossenes Seil

Neue Bahn «Säntis 2026»

Vollverschlossenes Seil VV2

Modell Zugseil

Heute

Standardlitzenseil

Neue Bahn «Säntis 2026»

kompaktiertes Litzenseil COMPACTA

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