Bahn ausser Betrieb infolge Erneuerung der Bahn bis Spätherbst 2026 eingestellt!
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Eine Familie mit zwei Eltern und vier Kindern wandert auf einem Weg von der Schwägalp zur Chammhaldenhütte, umgeben von weiter Natur und Berglandschaft.

Schritte zum Gipfelglück

Es braucht nicht immer eine Schwebebahn, um auf den Säntis zu gelangen. Geübte Alpinisten besteigen ihn zu Fuss und erleben Gipfelglück und Alpsteinkulisse hautnah. Es geht aber auch entspannter, zum Beispiel bei einer abwechslungsreichen Familienwanderung, bei der man den Säntis immer vor Augen hat und vor lauter schöner Erlebnisse auf Wolke sieben schwebt.

Start für ein Wanderabenteuer

Papa Philipp, Mama Caroline und die Kinder Yanis, Selina, Leni und Micah sind bereit für ihr Wanderabenteuer, als sie auf der Schwägalp aus dem Auto steigen. Das Wetter spielt mit und der Säntis leuchtet unter dem blauen Himmel. Über bunte Wiesen und Alpweiden geht es los Richtung Chammhaldenhütte. «Die Kühe haben uns manchmal den Weg versperrt und wir mussten zwischen ihnen hindurchlaufen, das war aufregend», erzählt Yanis. Nach 45  Minuten ist die Chammhaldenhütte erreicht. Sie wird abwechselnd von SAC-Clubmitgliedern und anderen Freiwilligen betreut und wirkt seit der umfangreichen Sanierung noch heimeliger. Nach einem kurzen Schwatz mit den Hüttenleuten geht es auch schon weiter. Das Spezielle dabei: Just an diesem Punkt schreitet die Familie vom Kanton Appenzell Ausserrhoden in den Kanton Appenzell Innerrhoden – durch eine reizvolle Moor- und Waldlandschaft. «Es gab so vieles zu beobachten mit den Kindern: Pilze, spannende Baumformationen, grosse Ameisenhaufen und zahlreiche Heugümper», schwärmt Philipp.

Geissen, Gipfel und Genuss

Nach einer guten halben Stunde ist die lauschige Alp «Langälpli» erreicht. Hier ist es Zeit, eine kurze Pause einzulegen und das tierische Spektakel zu geniessen. Die Kinder werden von den Appenzeller Ziegen regelrecht umzingelt und jede von ihnen hofft auf ein paar Streicheleinheiten. Selina lacht immer wieder auf, weil sich die Geissen gegenseitig wegdrücken, um ihr den Kopf hinzuhalten. Es ist schwierig, sich von den zutraulichen Tieren loszureissen, aber auf die Familie wartet der 75- bis 90-minütige Aufstieg zur Petersalp. Es sind rund 300  Höhenmeter, die es über ungefährliche Wege zu bezwingen gilt. Auf diesem Abschnitt geht es dann auch wieder zurück in den Kanton AR. «Wir haben uns einen Spass daraus gemacht, dass die eine Hälfte der Familie in Innerrhoden stehen blieb, während die andere Hälfte die Kantonsgrenze überschritt», so Caroline. Oben auf der Petersalp angekommen, haben sich alle eine Verpflegung verdient. Während die Familie ihr Picknick geniesst, schweift ihr Blick zur majestätischen Säntisnordwand. «Die Aussicht hier oben ist einfach genial», findet Philipp.

Eine Familie sitzt auf der Schwägalp und nimmt sich Zeit, die Natur und die umliegende Bergwelt aufmerksam zu entdecken.

Übernachten auf der Schwägalp

Bleiben Sie über Nacht und gönnen Sie sich nach der Wanderung Ruhe und Entspannung. Übernachten Sie auf der Schwägalp in unserem Drei-Sterne-Superior «Säntis – das Hotel». Geniessen Sie regionale Spezialitäten, ein Wellnessbereich zum Entspannen und wachen Sie am nächsten Morgen direkt am Fusse des Säntis auf.

Glücksgefühle und Glace

Bei der letzten Etappe geht es nur noch hinab. Über satte Wiesen, von Kuhgebimmel begleitet, vorbei an Brunnen mit kühlem, sauberem Quellwasser, das erfrischend die Kehlen runterrinnt. In der Steinflue angekommen, bleibt noch etwas Zeit, ehe das Postauto in die Schwägalp hochfährt. Genau richtig, um sich von den Wanderschuhen zu befreien und die schwitzigen Füsse in den kalten Tosbach zu tunken. «Brr, ist das kalt», zischt Micah, aber er behält die Füsse tapfer im Bach, um den Wettkampf gegen seine Geschwister zu gewinnen. In nur 17 Minuten Fahrzeit geht es mit dem gelben Transportmittel zurück zum Ausgangspunkt: «Dü-Da-Do» hornt es bei jeder unüberschaubaren Kurve, während die Kids freudig aus dem Fenster schauen. «Es ist schon eindrücklich, wenn die Kinder sehen, wie weit man gekommen ist», so Philipp. Auf der Schwägalp folgt der krönende Abschluss: «Kommt, Kinder, jetzt gibt es eine Glace!» Den ersten Tag könnte man durchaus als Einlaufen betrachten, denn die Route ist leicht zu begehen und hält einige Bergbeizen für stärkende Pausen bereit. Der Startpunkt ist in Weissbad. Von dort führt der Weg über saftig grüne Wiesen hinauf zum Rechböhl und weiter im schattigen Wald aufwärts bis auf den Klosterspitz. Hier geniesst man den Blick ins liebliche Schwendetal und zum Alpstein. Dann geht es weiter zur Neuenalp und durch das landschaftlich geschützte Hochmoor, das von nationaler Bedeutung ist. Danach zu den Alpen der Vorderen und Hinteren Wasserschaffen, vorbei an Hütte und Stall der Alp Blatten, ehe man zum Berggasthaus Scheidegg gelangt. Kleiner Tipp: Die «Chässpätzli» schmecken hier einfach köstlich. Und wieder schweift der Blick zur mächtigen Säntiskette mit Ebenalp, Schäfler, Öhrli und Säntis. Gut gestärkt folgt ein letzter Anstieg zum Kronberg, der auf 1663 m ü. M. liegt.n

Infos zur Familienwanderung

Route

Schwägalp – Chammhaldenhütte – Langälpli – Petersalp – Steinflue.
Zurück mit dem Postauto

Anforderungen

Leichte, abwechslungsreiche Wanderung durch Wald und Alpgebiet.

Höhenunterschied

300 m.

Marschzeit

rund 4 Std.

Einkehr

«Säntis – das Hotel», Chammhaldenhütte.

Genussvoller Aufenthalt im «Säntis – das Hotel»

Der Abstieg vom Kronberg zum Langälpli ist nichts für schmerzende Knie, aber wohltuend fürs Auge, denn der Säntis präsentiert sich mit seiner beeindruckenden Nordwest-Wand. Durch den romantischen Bruggerwald geht es zur Chammhaldenhütte und über Stock und Stein auf die Schwägalp. Das Ziel des ersten Tages ist erreicht. Eingebettet in eine der schönsten Bergkulissen Europas bietet das Drei-Sterne-Superior-Hotel «Säntis – das Hotel» Erholung, Genuss und Wellness zugleich. Es ist der perfekte Abschluss eines traumhaften Wandertages. Wohl bekomm’s!

Musfalle und Spitzhaubenhuhn

Eine anspruchsvolle Route erwartet die Alpinisten am nächsten Tag. Deshalb sollte es direkt nach Sonnenaufgang losgehen. Die ersten Meter ab der Schwägalp führen auf dem Strässchen zu den Alphütten «Gmeinenwisen». Steil windet sich von dort der Pfad zur Felsbastion «Musfalle» und weiter durch die Säntis-Nordwand: Erst über ein breites Gras- und Geröllband, später der imposanten «Langwand» entlang durch das Gebiet «In den Schnüeren». Über Stufen und Tritte gelangt man zum heimeligen Berggasthaus Tierwis, wo man mit einer währschaften Stärkung belohnt wird. Es kann auch gut sein, dass man von einem Appenzeller Spitzhaubenhuhn begrüsst wird, das einem auf der Suche nach Krümeln um die Füsse tippelt. Noch eine letzte Etappe ist zu meistern, ehe man den Säntisgipfel erreicht hat. Der Weg führt zwischen Trichtern und Spalten hindurch zum Girensattel, an der Blauschneelücke vorbei und wenig später die bekannte «Himmelsleiter» hoch, die gut gesichert ist. Kurzes Verschnaufen ist jetzt angesagt, schon allein der Aussicht wegen: Vom 2’502 Meter hohen Gipfel reicht der Blick über sechs Länder. Definitiv einmalig. Zur Einkehr gibt es zwei Möglichkeiten: das moderne Restaurant auf dem Gipfel und das urchige Berggasthaus Alter Säntis. Aber Achtung: Vom Mai bis Spätherbst 2026 fährt die Bahn aufgrund des Neubaus nicht; folglich ist auch das Restaurant Säntis geschlossen. Der Alte Säntis bleibt geöffnet.

Von Alp zu Alp

Wieder die Himmelsleiter hinab geht es bis zum Wegweiser, der rechts hinunter Richtung Ebenalp zeigt. Im Geröllfeld östlich des Girenspitz sowie im Gebiet der Rossegg ist die Orientierung bei schlechter Sicht nicht ganz einfach; es ist empfehlenswert, dort ein Hilfsmittel wie z. B. die App Swisstopo einzusetzen. Nach dem Höchnideri-Sattel grüsst links das markante Öhrli und es folgt sogleich die karg-schöne Öhrligrueb. Beim Lötzlisalpsattel gilt es, wieder auf die Südseite zu wechseln und die Altenalptürme zu unterqueren. Nach kurzer Gegensteigung steht man auch schon auf dem Schäfler, wo man Hunger und Durst stillen kann. Via Alp Chlus geht es weiter über die Gartenalp zur Alp Bommen. Man sagt, hier gebe es die beste Käse-Schnitte im Alpstein. Ein Versuch ist es allemal wert. Das Rezept für den Alpkäse, den Familie Peterer nur auf der Alp herstellt und verkauft, ist geheim, aber das ist man sich im Appenzell ja gewohnt. Bestimmt lässt sich für den Mutschli oder Frischkäse noch einen Platz im Rucksack finden. Die letzten Marschminuten brechen an: Von der Alp Bommen über Eugst nach Weissbad ist es ein gemütlicher Ausklang, der durch die idyllische Appenzeller Landschaft führt und einen schönen Rückblick auf den Alpstein bietet.

Wandergruppe beim Abstieg vom Säntis in Richtung Chalbersäntis.

Alles dabei?

Damit man für die Wanderung top gerüstet ist, gilt es, wichtige Dinge mit sich zu tragen. Welche das sind, weiss Manuela Graf, Verkaufs- beraterin beim Outdoor-Sportgeschäft Zubi.
Man packe in den Rucksack …

  • Sonnenschutz (Crème, Hut, Brille) – denn die UV-Strahlung nimmt mit der Höhe zu.
  • Wanderstöcke – für die Trittsicherheit und Entlastung der Gelenke.
  • eine Regenjacke – denn das Wetter in den Bergen kann sich schnell ändern.
  • eine Regenhülle – für den Rucksack, der evtl. nicht 100 % wasserdicht ist.
  • eine Isolationsjacke (Fleece, Daunen o. a.) – gegen die Kälte (auch im Sommer)
  • ein funktionelles T-Shirt zum Wechseln – nach einem schweisstreibenden Aufstieg.
  • genug Getränke – isotonisch, nicht nur Wasser, evtl. auch Tee.
  • Isolierflasche – damit die Getränke warm oder kalt bleiben.
  • Traubenzucker – für den Kreislauf.
  • Nüsse und Trockenfrüchte – Zwischenverpflegung.
  • eine Notfallapotheke – für kleinere Blessuren.
  • Kartenmaterial (analog/App) – für die Orientierung.
  • eine Stirnlampe – falls man länger unterwegs ist als geplant.
  • Notfallnummer – wenn die Rettung gerufen werden muss (Rega 1414).

Infos zur alpinen Wanderung

Tag 1 – Route

Weissbad – Rechböhl – Klosterspitz – Neuenalp – Wasserschaffen – Scheidegg – Kronberg – Schwägalp.

Anforderungen

Leichte Hütten- und Panoramawanderung.

Schwierigkeit

T2+

Höhenmeter

Aufstieg: 840 m. Abstieg: 385 m.

Marschzeit

6 Stunden

Abendessen und Übernachtung

«Säntis – das Hotel»

Tag 2 – Route

Schwägalp – Tierwes – Säntis – Höchnideri – Schäfler – Gartenalp – Bommen – Eugst – Weissbad.

Anforderungen

Anspruchsvolle Bergtour mit teilweise exponierten und gesicherten Passagen. Ab Tierwis ist bis in den Juli hinein mit Schneefeldern zu rechnen.

Schwierigkeit

T3

Höhenmeter

Aufstieg: 1’200 m. Abstieg: 1’700 m.

Marschzeit

8 Stunden (Aufstieg zum Säntis 3 Stunden)

Einkehr

Scheidegg, Kronberg, Tierwis, Alter Säntis, Schäfler, Alp Bommen, Weissbad.

Besonderes: Bei dieser Route handelt es sich um eine Bergwanderung. Informieren Sie sich bitte vor Antritt der Wanderung über die aktuellen Bedingungen und über die Öffnungszeiten der Berggasthäuser.

Prognose Schwägalp 1370 m

Heute

14. Juli
Vormittag 19.0°C
Nachmittag 23.7°C
05:39
21:17

Morgen

15. Juli
Vormittag 17.1°C
Nachmittag 21.9°C
05:40
21:16

Donnerstag

16. Juli
Vormittag 16.9°C
Nachmittag 23.5°C
05:41
21:15
Uhrzeit
05:00
08:00
11:00
14:00
17:00
20:00
23:00
Niederschlag
0.1 l/m2
0.2 l/m2
0.6 l/m2
Windböen
17.6 km/h
11.5 km/h
8.6 km/h
9.4 km/h
7.9 km/h
9.7 km/h
10.1 km/h
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