Der Ursprung im Pfyfferli
Der Anfang dieser Geschichte liegt im «Pfyfferli», einer Vorfasnachts-Veranstaltung des Theaters Fauteuil. Dort stand Urs als Schauspieler auf der Bühne und spielte die Rolle des Willibald Hugentobler, eines St. Galler, der die Basler Fasnacht liebt, aber nicht ganz versteht. Was als Rolle begann, entwickelte sich bald zu einer eigenen Geschichte und war der Startschuss für eine Schnitzelbangg in Basel.
Zwischen Dialekten und Traditionen
Seit dem Jahr 2000 ist Urs gemeinsam mit Roger als Schnitzelbangg unter dem Namen «Echo vom Säntis» unterwegs. Ein Name, der nicht zufällig gewählt ist, denn der Berg verbindet für ihn seit Kindheitstagen die Heimat und die Herkunft seines Dialekts. Mit Ostschweizer Dialekt in der Basler Fasnacht aufzutreten, ist nicht einfach. Gerade unter Puristen gilt ein anderer Dialekt oft als Tabu. «Wenn die Verse gut sind, sind die Reaktionen absolut positiv», so Urs. Nach 20 Jahren ist er ein fester Bestandteil der Basler Schnitzelbangg-Szene.
Auch wenn die Ostschweizer als die «Nordfriesen der Schweiz» gelten, wie einst Walter Roderer meinte, wurde er über die Jahre sehr geschätzt und vom anfänglichen Exoten zum geschätzten Geheimtipp der Szene.
Der Säntis auf der Bühne
Ein Schnitzelbangg besteht stets aus Larve, Kostüm, Helgen (Bildern) und Melodie. Beim «Echo vom Säntis» wurde der Säntis selbst zu einem festen Element. Das Kostüm des «Helgenbuebs», der die sogenannten Helgen, also die Bilder, während des Schnitzelbanggs zeigt, stellte den Säntis als Berg dar. Urs trug die Tracht eines Appenzeller Bauern. Die Helgen waren auf einem Zeitungsständer aufgerollt. Wie früher in den Beizen. Das Konzept des «Echo vom Säntis» war also eine Art Zeitung. So wurde der Säntis nicht nur erwähnt, sondern auch auf der Bühne sichtbar und greifbar dargestellt.
Für Urs ist der Säntis mehr als nur ein Symbol. Er ist ein Stück Heimat. Aufgewachsen in der Region, begleitet ihn der Berg seit Kindheitstagen. Immer wieder durchwanderte er den Alpstein, weshalb es ihn immer wieder auf den Säntis zog. Für ihn ist es dieses besondere Gefühl, „schnell einmal auf über 2’000 Meter zu sein, über den Wolken“. Wie mit einem Saft und einem Wurst-Käse-Salat vor sich auf der Terrasse des «Alten Säntis». Für mich ist der Säntis einfach der Berg im Alpstein.
Adieu Echo vom Säntis!
Wir wünschen euch alles Gute für die Zukunft und danken, dass ihr für über
20 Jahre den Säntis auf die Bühne von Basel gebracht habt.
«Willkomme dehei!»
Video: Renato Salvi