Bahn in Betrieb Bergfahrten: 07.30 – 15.30 / Talfahrten: 07.30 – 16.00
Bahn in Betrieb Bergfahrten: 07.30 – 15.30 / Talfahrten: 07.30 – 16.00
Menü

Von der Idee zum nachhaltigen Bauprojekt

Rückblick Spatenstich «Säntis – das Hotel»

Von Beginn an stand die Frage im Zentrum, wie sich ein modernes Gebäude mit der Natur am Fuss des Säntis verbinden lässt. Entstanden ist ein Bauwerk, das regionale Ressourcen nutzt und auf einen nachhaltigen Umgang mit dem Berg setzt.

Spatenstich einer neuen Ära

Als im August 2013 der Spatenstich für das neue Hotel «Säntis – das Hotel» auf der Schwägalp erfolgte, begann ein Bauprojekt, das Tradition, Regionalität und Nachhaltigkeit miteinander verbindet. Während nebenan im alten Gasthaus weiterhin Gäste begrüsst und mit regionalen Spezialitäten verköstigt wurden, nahm wenige Meter entfernt ein nachhaltiges Vorhaben Form an.

Ressourcen nutzen, Wege sparen

Schon vor Baubeginn entstand eine Idee, die den gesamten Projektverlauf prägen sollte: das Aushubmaterial nicht einfach in entfernte Deponien im Appenzellerland oder Toggenburg zu transportieren, sondern direkt vor Ort zu verwerten.
Die Alternative hätte rund 3’000 LKW-Fahrten bedeutet – um Material wegzuführen und gleichzeitig Beton zur Baustelle zu bringen.

Stattdessen entschied man sich für einen neuen Weg: Auf der Schwägalp sollte aus dem eigenen Aushub, Kies gewonnen und daraus Beton hergestellt werden. Laborprüfungen bestätigten, dass der Beton aus dem lokalen Material hervorragende Eigenschaften aufweist und bedenkenlos eingesetzt werden kann.

Aus Aushub wird Baustoff

Der Baugrund der Schwägalp besteht nicht wie gedacht aus felsigem Untergrund, wie man es am Fuss des Säntismassivs erwarten würde, sondern zeigte sich als Lockergestein. Dieses erwies sich als ideal für die Wiederverwendung.
Über 20’000 m³ Aushubmaterial wurden direkt vor Ort aufbereitet. Das Sturzmaterial wurde gebrochen und mit Sieben in verschiedene Körnungen sortiert. Der grosse Parkplatz der Säntis-Schwebebahn diente in dieser Zeit als Zwischendeponie der Kieshaufen in unterschiedlichen Fraktionen. Anschliessend wurde ein eigenes Betonwerk mit Zementsilo vor Ort erstellt, um den Beton direkt auf der Schwägalp zu produzieren.

Das gebrochene Gestein wiederum wurde im Betonwerk mit Sand und Zement vermischt – daraus entstanden die Sockelwände, die das Foyer prägen. Wer den Eingangsbereich des Hotels betritt, steht somit buchstäblich auf Material, das von der Schwägalp stammt.

Auch die wertvolle Humusschicht des Bauareals fand eine neue Bestimmung. Sie wurde für die Begrünung der Überdeckung der Parkgarage sowie für die grosse Insel zwischen Strasse und Terrasse verwendet.

Zwischen all den neuen Strukturen blieb ein wichtiges Symbol unangetastet: der Meyerstein, benannt nach dem Gründer der Säntis-Schwebebahn Carl Meyer. Er steht weiterhin an seinem ursprünglichen Ort und bildet heute als Brunnen den Mittelpunkt der Terrasse.

Konkreter Beitrag zur Nachhaltigkeit

Durch das Wiederverwenden von Material und die Betonproduktion vor Ort konnten insgesamt 3000 LKW-Fahrten eingespart werden. Das entspricht 80’000 Litern Diesel, was rund 210 Tonnen CO₂-Emissionen ausmacht.

Ein Beispiel dafür, dass nachhaltiges Bauen weniger eine Frage der Technik ist als eine Frage der Haltung gegenüber der Natur.

Saentis das - Hotel Ansicht Winter

Mehr Einblicke? Unsere Hotelführung für Gruppen

Erhalten Sie Einblick in die Räumlichkeiten vom «Säntis – das Hotel» und erfahren Sie Wissenswertes über das Bauprojekt und heutige Daily Business. Wir führen Sie durch Abteilungen und zeigen Ihnen Fakten rund um den Hotelbetrieb auf.

/