Von der Idee zum persönlichen Gipfel
Ein Triathlon quer durch die Ostschweiz mit dem Säntis als krönendem Ziel. 13 Kilometer schwimmend quer durch den Bodensee, 235 Kilometer mit dem Rennrad rund um den Bodensee und schliesslich 50 Kilometer zu Fuss von Rorschach hinauf bis auf den Säntis. Alles andere als alltäglich! Christian Stieger hat dieses persönliche Projekt mit viel Leidenschaft und Durchhaltevermögen realisiert – für ihn weit mehr als eine sportliche Herausforderung.
Die Idee zu diesem einzigartigen Triathlon entstand auf einer Radtour zwischen Bodensee und Säntis. Der Blick auf den See und den markanten Gipfel löste bei Christian einen inneren Prozess aus: „Über die Jahre hinweg wurde mir klar, dass ich bei vielem in meinem Leben über dem Durchschnitt lag. Dies ist keine Enttäuschung, sondern eher eine stille Stärke.“ Aus dieser Erkenntnis entwickelte sich das Projekt „peak beyond average“ eine Herausforderung ohne Wettkampfdruck und für den Mut ein eigenes Abenteuer zu wagen.
Hast auch du eine aussergewöhnliche Geschichte rund um den Säntis?
Gibt es ein Erlebnis, eine Begegnung oder ein Moment, welcher Dich berührt hat oder ein plötzlich auftauchendes Gewitter, welches Dich zum Umkehren ermutigt hat? Schreib und deine Geschichte und lass uns teilhaben an deiner Verbindung zum Berg.
Jetzt einsendenDie Reise – mehr als nur ein Wettkampf
Erst Anfang 2025 fiel die endgültige Entscheidung, es im Sommer durchzuziehen: Ready or not! Das Leben ist zu kurz für ein irgendwann! Dabei wurde der Säntis bewusst als Ziel gewählt, weil er für Weitblick, Kraft und das, was über dem Alltag liegt steht. Er ist zwar nicht der höchste Berg der Ostschweiz, aber liegt deutlich über dem Durchschnitt. So wie auch sein persönliches Projekt: nicht maximal, aber anders und bedeutsam.
Es wurde ein Zeitfenster definiert von 14 Tagen mit fünf möglichen Durchführungsdaten. Nicht nur die körperliche Fitness spielte eine Rolle, sondern auch die Verfügbarkeit der Helfenden und vor allem das Wetter war entscheidend, um den Triathlon durchzuziehen. Die Tour dauerte rund 23 Stunden, wobei die erwarteten mentalen Tiefs weitgehend ausblieben. Einzig nach dem Schwimmstart kam kurz der Gedanke auf, aufgrund der schwierigen Bedingungen abzubrechen, doch der Gedanke an die Freunde und Familie stärkten Stieger und durch seine schnelle Anpassungsfähigkeit nahm er wieder Kurs auf mit dem klaren Ziel vor Augen auf dem Säntis-Gipfel anzukommen.
Der Zustand, der sich während der gesamten Tour einstellte, war ein „nachhaltiger Flow“, eine Fokussierung und Leichtigkeit, die Stieger so vorher nicht kannte.
«Ich konnte praktisch jeden Moment geniessen und hatte ein Dauergrinsen welches dann fast 23 Stunden lang nicht mehr verschwunden ist.»
Eine bleibende Verbindung zum Säntis
Der Gipfelmoment war geprägt von tiefer Dankbarkeit und stillem Glück. Der erste Sonnenstrahl auf dem Säntis, der mit dem Erreichen des Gipfels zusammenfiel, verlieh diesem Erlebnis zusätzlich eine leicht kitschigen aber besonderen Moment. Durch dieses Erlebnis steht der Berg für ihn symbolisch für das Erreichen seiner persönlichen Ziele, den Durchhaltevermögen und die Kraft die eigenen Träume zu verfolgen. „Der Säntis ist nun ein Ort, mit dem ich meine persönliche Geschichte verbinde.»
Mein Säntis. Meine Geschichte.