Bahn in Betrieb Bergfahrten: 07.30 – 18.00 / Talfahrten: 07.30 – 18.30
Bahn in Betrieb Bergfahrten: 07.30 – 18.00 / Talfahrten: 07.30 – 18.30

1850

Die stillen Helden

Die Arbeit der Säntisträger war hart und entbehrungsreich. Trugen sie doch Lasten von 30 Kilo von Wasserauen bis zum Säntisgipfel. Pro Kilo Last erhielten sie im Winter 60 und im Sommer 20 Rappen als Entschädigung. Ab ca. 1850 gilt die Bezeichnung «Säntisträger» als eigentlicher Beruf und ihr Stellenwert wurde dadurch erhöht. Andreas Rusch bestieg in seiner 25-jährigen Tätigkeit als Säntisträger den Säntis über 3000 Mal.

Saentistraeger

Die Säntisträger

Die Aufgabe der Säntisträger begann, als die ständig zunehmende Zahl an Gästen den Wirt des Gasthauses auf dem Säntis veranlasste familienfremde Helfer für den Zutransport der Waren anzustellen.
Diese Träger, deren Tätigkeit mit der Zeit zu einem eigentlichen Beruf wurde und fortan als Säntisträger bezeichnet wurden, erhielten mit der Eröffnung der meteorologischen Station noch grössere Bedeutung. Denn nun war der Säntis sowohl im Sommer wie auch im Winter bewohnt. Sie hatten eine äusserst harte Arbeit zu verrichten.

Hermann Grosser schrieb in seinem Artikel «aus dem Leben der Säntisträger» im Appenzeller Kalender:
«Die Geschichte der Säntisträger hat bald nach der Eröffnung der Säntis-Schwebebahn ihr Ende gefunden und gehört heute der Vergangenheit an. Aber Männer, welche die Posten versahen, waren stille Helden und verdienen wie die Wetterwarte alle Achtung und Anerkennung. Sie haben manchmal dem Tod ins Antlitz geschaut und dennoch sind sie ihren Aufgaben treu geblieben.»

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