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Téléphérique en service Montées: 08.30 – 16.30 / Descentes: 08.30 – 17.00
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1936

Première course de ski d'été du Säntis

La course de ski du Säntis, qui est entrée dans l’histoire du Säntis, a été organisée pour la première
fois en 1936 par le club de ski Brülisau-Weissbad. Un slalom géant avec participation internationale a
conduit sur le Grosser Schnee jusqu’au Chärren, près de la Meglisalp. Le dimanche matin, les assistants se sont rendus en autobus à Schwägalp pour une messe matinale dans le Chapelle de Capucin, puis ont pris le téléphérique jusqu’au Säntis.

Die Innerrhoder organisierten das erste Skirennen am Säntis

Zu Beginn der 1930er-Jahre zeichnete sich der Bau der Säntisbahn ab. Damit eröffnete sich erstmals die Möglichkeit, ohne mühsamen Aufstieg eine Abfahrt von der höchsten Erhebung des Alpsteins zu geniessen. Rasch entbrannte unter den Skiclubs rund um den Säntis ein Wettlauf um die Organisation eines Abfahrtsrennens. Den Zuschlag erhielt schliesslich der Skiclub Brülisau-Weissbad, der 1929 gegründet und wenige Jahre später um den Namenszusatz «Weissbad» erweitert worden war.

Bereits 1935, rund eineinhalb Monate vor der offiziellen Eröffnung der Säntisbahn am 31. Juli, luden die Veranstalter zu einem ersten Rennen ein. Dank aussergewöhnlich reicher Schneefälle war Skifahren selbst im Juni noch möglich, während im Tal bereits das erste Heu eingebracht wurde. Viele hielten das Vorhaben für waghalsig und prophezeiten schwere Unfälle. Doch sie sollten eines Besseren belehrt werden.

Das erste Säntis-Sommer-Skirennen

Am 16. Juni 1935 wurde das erste Säntis-Sommer-Skirennen bei guten Schneeverhältnissen durchgeführt. Die Helfer reisten am frühen Sonntagmorgen mit dem Postauto auf die Schwägalp, besuchten die Frühmesse in der Kapuzinerkapelle und fuhren anschliessend mit der Säntisbahn auf den Gipfel.

Die Strecke führte vom Säntis bis in die Nähe der Meglisalp. Fast 4000 Meter Länge bei einer Höhendifferenz von rund 1000 Metern. Von 60 gemeldeten Teilnehmenden konnten sich 29 klassieren. In einer beeindruckend kurzen Zeit siegte Karl Schlumpf aus Unterwasser. Als einzige Dame wurde Dora Hofstetter aus Gais ausgezeichnet. Der von den Wirten des Säntis und der Meglisalp gestiftete Wanderpreis ging an den Skiclub Ebnat-Kappel, knapp vor der gastgebenden Sektion Brülisau-Weissbad. Das Rennen wurde allerdings von einem Unfall überschattet: Wegen dichtem Nebel stürzte der erfahrene Säntisträger Johann Baptist Rusch («Steublis-Badist») und zog sich einen Beinbruch zu.

Ein Anlass mit hohem Ansehen

Angesichts der insgesamt guten Erfahrungen entschloss man sich, das Säntis-Sommer-Skirennen auch in den folgenden Jahren durchzuführen. Besonders die tadellose Organisation trug dazu bei, dass der Anlass bald weit über die Region hinaus hohes Ansehen genoss und trug wesentlich dazu bei, den Alpstein als reizvolles Skigebiet der Nordostschweiz bekannt zu machen.

Das fünfte Rennen fand am 5. Juni 1939 im Rahmen der Landesausstellung in Zürich erstmals als Riesenslalom statt und wurde als nationaler Anlass geführt. Trotz schlechter Witterung und geringer Beteiligung war die Strahlkraft gross: Berichten zufolge wurde sogar einmal die Zielankunft einer Etappe der Tour de Suisse verschoben, um keine Zuschauereinbussen zu riskieren. Auch im nahen Ausland stiess das Rennen auf grosses Interesse. So sehr, dass österreichische Teilnehmer unter dem damaligen Nazi-Regime Sonderbewilligungen für die Einreise erhielten.

Beliebt waren die Auszeichnungen, die sogenannten «Säntis-Zwerge», zeitweise ergänzt durch Naturalpreise.

Das Ende einer Tradition

Insgesamt wurde das Säntis-Sommer-Skirennen 37 Mal durchgeführt. 1940 fiel es der Generalmobilmachung zum Opfer. Mehrfach wurde der Anlass durch schwere Unfälle überschattet, darunter auch tödliche Ereignisse. Seit den Glanzzeiten der 1950er- und 1960er-Jahre nahm das Interesse stetig ab. Häufige wetterbedingte Verschiebungen oder Absagen sowie ein Überangebot an Skirennen führten dazu, dass sich der grosse organisatorische Aufwand immer weniger lohnte.

Nach mehreren Absagen und einer Austragung mit sehr geringer Beteiligung wurde das Säntis-Sommer-Skirennen am 6. Dezember 1980 bis auf Weiteres sistiert.

Erinnerung an eine grosse Zeit

Was bleibt, sind die Erinnerungen an eine lieb gewordene Tradition, die den Säntis über Jahrzehnte als Sommer-Skiberg prägte. Das Rennen war lange Zeit nicht aus dem Veranstaltungskalender wegzudenken und lebt bis heute in Erzählungen, Bildern und Auszeichnungen weiter.

Mehrfach ausgezeichnet wurden unter anderem Robert Grünenfelder (6 Siege), Niklaus Stump (5 Siege) und Karl Schlumpf (3 Siege). Bei den Damen ragten Elsa Forrer, Dora Hofstetter und Alice Sutter heraus. Als erfolgreichste Gruppen gewannen die Vereine aus Wildhaus, Unterwasser, Pizol und Brülisau-Weissbad den Wanderpreis mehrfach.

Ein Stück Säntisgeschichte, geprägt von Mut, Pioniergeist und der besonderen Faszination dieses einzigartigen Wetter- und Erlebnisbergs.

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